Luftaufnahmen haben ihren ganz eigenen Reiz und auch die Möglichkeit, besondere Perspektiven einnehmen zu können hatte schon immer mein Interesse an Drohnen geweckt. Oft wäre die beste Position für ein geiles Bild über einem Abgrund oder über Wasser und somit nicht oder nur sehr aufwändig zu erreichen. Bisher waren mir die Drohnen alle zu sperrig und auch noch nicht ausgereift genug. Das hat sich Ende 2016 aber geändert…

DJI Mavic Pro
Lieferkarton
DjI Mavic Pro im Flug

Vorgeschichte

Abgesehen von dubiosen Kickstarter-Projekten wie der Zano oder der Lily, die mich zugegebener maßen wegen ihrer richtig gut gemachten Webseiten und Promo-Videos schon neugierig gemacht hatten, gab es noch kein interessantes Angebot an wirklich portablem Fluggerät.

Das änderte sich 2016, als GoPro auf der Photokina die Karma vorstellte. Klein, leicht, gutes Video und ein Hand-held-stick dabei. Ich zögerte, weil im Preis die Kamera (eine GoPro Hero) nicht enthalten war und weil dies die erste Drohnengeneration von GoPro war, mit all ihren zu erwartenden Kinderkrankheiten.

Es sollte sich herausstellen, dass es schlau war zu warten, denn eine Woche später kam DJI mit der Mavic Pro auf den Markt. Das war mein Teil: super kompakt, Hinderniserkennung, ausgereifte und Phantom-erprobte Technik. Ich bestellte also am 23. Oktober 2016 ein Combo Fly More Paket.

Am 22. Dezember kam dann die Lieferung bei mir an. GoPro musste in der Zwischenzeit seine Karma wegen technischer Probleme zurückrufen. Da waren sie also, die befürchteten Kinderkrankheiten. Ich hatte nur das Problem des schlechten Wetters. Entweder zu nass oder zu kalt. Doch das kann man abwarten.

Ausstattung

Technische Details erfahrt ihr am besten direkt bei DJI und auch auf YouTube gibt es jede Menge guter Videos. Ich habe mir nur noch einen Schutz für die Sticks und das Display des Controllers, sowie ein Landegestell angeschafft. Beides halte ich für sehr sinnvoll, denn die Tasche ist eng und die Bodenfreiheit, d.h. der Abstand der Sensoren vom Untergrund ist sehr gering. Diese kleine Investition lohnt sich allemal.

DjI Mavic Pro mit Landegestell

Controller und Display

Man kann die Drohne zwar auch nur mit dem Controller fliegen, aber das ist eigentlich nur eine Notlösung. Normalerweise nutzt man ein Smartphone oder ein Tablet. Ich habe das iPad mini 4 im Einsatz und finde die relativ große Darstellung sehr angenehm. Erstaunlich ist, dass diese Möglichkeit nicht beworben wird, denn eigentlich ist es wegen seiner Abmessungen für die Halterung zu groß. Es passt aber perfekt.

Controller

der erste Flug

Das erste Mal in die Luft ging es bei -2°C kurz vor Sonnenuntergang auf einer Waldlichtung. Die Drohne war im Beginner-Mode, d.h. die maximale Höhe und die maximale Flugweite waren je 30m. Das ist für einen absoluten Neuling wie mich schon zu empfehlen. Das Fliegen an sich geht wirklich leicht von der Hand, auch wenn ich deutlich zu oft auf den Controller schauen musste, um die richtigen Knöpfe zu treffen. Probleme hatte ich vor allem mit den Rändelrädchen. Ich verstellte immer die Belichtungskorrektur anstatt den Gimbal zu neigen. Ausserdem hatte ich mir auf den Joystick die Portraitfunktion gelegt und mehrmals versehentlich aktiviert. Das werde ich wohl wieder ändern, denn so häufig brauche ich die wohl doch nicht.

Hier gibt’s das Video zum Jungfernflug.

erste Herausforderungen

  1. Tasten, Rädchen und Joystick am Controller finden und richtig bedienen
  2. links-rechts abhängig von der Flugrichtung
  3. auf Bildkomposition achten
  4. Hindernisse über, neben und hinter der Drohne beachten
  5. Geschwindigkeit nicht unterschätzen
  6. Prüfen, ob Videoaufnahme läuft oder nicht. Ist schwer zu erkennen.

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